
Giorgia Meloni sieht sich Mitte 2026 mit deutlich geschwächtem innerem und internationalem Einfluss konfrontiert, wobei ihr Einfluss-Score bei 18 von 100 liegt.
Ihre Regierung ist auf anhaltende politische Reibungen gestoßen, was sich in Italiens gemischter Leistung in diplomatischen und sportlichen Bereichen widerspiegelt.
Melonis Koalitionsregierung hat Schwierigkeiten gehabt, die Kohäsion bei wichtigen politischen Initiativen zu bewahren. Wirtschaftlicher Druck und innerparteiliche Spannungen haben ihren anfänglichen Schwung nach der Wahl von 2022 aufgezehrt. Die legislative Agenda der Regierung ist an mehreren Fronten steckengeblieben, was ihre Fähigkeit einschränkt, Flaggschiff-Reformen umzusetzen.
Italiens jüngste diplomatische Leistung spiegelt verminderten italienischen Einfluss wider. Das Spiel Frankreich gegen Italien in der UEFA Nations League endete 1:1 und signalisiert stagnierten Schwung in europäischen Angelegenheiten. Melonis Regierung hat in EU-Verhandlungen nur begrenzte Hebelwirkung gefunden und sieht sich konkurrierenden Interessen von stärkeren Mitgliedstaaten gegenüber. Ihre frühere nationalistische Positionierung hat weniger greifbare geopolitische Gewinne erbracht als anfangs erwartet, während Italien bei wichtigen strategischen Entscheidungen, die die Europäische Union betreffen, peripher bleibt.